Pluskurs Mathematik/Physik- die AG Euler

 

Seit dem ersten Blockkurs am einem Donnerstagnachmittag im Oktober 2002 hatten wir etwa 100 Themen der Art "Unendliche Selbstenergie des Elektrons- ein ungelöstes Rätsel" oder "Eine Matrix verwandelt einen Vektor in einen anderen- wie geht das?" besprochen, und damit einen ganz abwechslungsreichen Streifzug durch die Mathematik und Physik zurückgelegt. Ich dachte eigentlich, in diesem Schuljahr mit den "Nachwuchs" aus den 10. und 11. Klassen einige Themen zu wiederholen, doch die fünf Teilnehmer des Abiturjahrgangs zeigten sich weiterhin wissensdurstig und waren dafür sogar bereit, ihr Rascheln mit Chipstüten einzustellen (was meine Nerven lange strapaziert hatte). So herausgefordert, beschloss ich den Kurs mit 18 Teilnehmern weiterzuführen, was nicht nur den Raum 272 an die Kapazitätsgrenze brachte, sondern mich auch nötigte, weierhin "frische" Themen zu präsentieren. Glücklicherweise gab es in der Astronomie fast täglich sensationelle Beobachtungen, aber auch manche Zwischenfrage, wie z.B. denn ein Kernspintomograph funktioniere, sorgte dafür, dass uns der Stoff nie ausging.

Obwohl Einsteins Entdeckungen inhaltlich ohnehin praktisch bei jedem Treffen berührt wurden- ein wesentlicher Teil der modernen physikalischen Theorien basiert auf seiner Arbeit -, habe ich das Einsteinjahr 2005 dazu benützt, auch einige biographische Anmerkungen zu diesem größten Wissenschaftler einzustreuen. Nachdenkenswert ist folgende Episode: ein Züricher Professor bemerkte zu dem Studienanfänger Einstein, es fehle ihm zwar nicht an der Begeisterung und dem Eifer für die Physik, wohl aber an den Fähigkeiten für dieses schwierige Fach. Einsteins lapidare Antwort ist verbürgt: "Herr Professor, für die anderen Fächer bin ich noch unbegabter."

 

Dr. Alexander Unzicker